Sonntag, 10. Februar 2019                                                                                                                               Sinfoniekonzert                                                                                 

Friedrich Smetana: "Die Moldau"

Kevin Beavers: Symphony (2005)
Antonín Dvořák: 7. Sinfonie

Dirigent: UMD Stefan Ottersbach

Universitätsorchester Gießen


Beavers Kevin, Komponist

 

Kevin Beavers, geboren 1971 in Medellín (Kolumbien), wuchs in Keyser, einer Kleinstadt am Potomac in West Virginia auf. Er studierte an der West Virginia University (Bachelor of Music), der University of Michigan (Master of Music und Doktorat) sowie bei den Meisterklassen des Tanglewood Music Festival und als Fulbright-Stipendiat in Amsterdam. Zu seinen Lehrern zählen William Albright, Leslie Bassett, John Beall, William Bolcom, Evan Chambers und Theo Loevendie. Beavers unterrichtete beim Interlochen Arts Camp, an der University of Texas in Austin und an der Colorado University in Boulder. Preise und Kompositionsaufträge erhielt er von renommierten Institutionen (wie dem Philadelphia Orchestra’s Centennial Composition Competition oder Nissim Prize ASCAP) und zahlreichen großen Orchestern (z.B. Saint Louis Symphony) und Kammermusikveranstaltern. Vom California Symphony wurde er für drei Jahre als Young-American-Composer-in-Residence verpflichtet. Seine Kompositionen umfassen Orchesterstücke, Kammermusik, Vokalwerke und Bläserensembles. Seit 2013 ist er Dozent für Komposition und Formenlehre an der Internationalen Musikakademie Anton Rubinstein in Düsseldorf.




Reaktionen auf das Konzert:
Europäische Uraufführung

Sinfonie des Amerikaners Kevin Beavers
erstmals in Europa aufgeführt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Musikforums Seeheim-Jugenheim gastierte das Universitätsorchester Gießen unter seinem Dirigenten, UMD Stefan Ottersbach, am 10. Februar wieder einmal bei der Lufthansa in Seeheim. Das große Orchester, mit nahezu 90 Musikern, bot vor ausverkauftem Haus  zunächst ein eher populäres Programm mit Friedrich Smetana „Die Moldau“ und Antonin Dvoraks´ „7. Symphonie“  auf hohem künstlerischen Niveau mit einer stimmigen Orchesterleistung.
Vor der Pause kam es dann – in Anwesenheit des Komponisten Kevin Beavers, der als Einführung eine kurze Erklärung zu seinem Werk gab – zur europäischen Erstaufführung seiner Komposition „Symphony (2005) mit den Sätzen Placido (schnell) – Comodo (Langsam) – Allegro vigoroso (Sehr schnell). Das Stück wurde bisher nur in den USA aufgeführt,  wo es als Auftragswerk für die „California Symphony“, einem Orchester in der Nähe von San Francisco, komponiert wurde. In Europa hat erstmals das Universitätsorchester Gießen das Werk aufführungsreif einstudiert. Beavers Musik lebt vom Kontrast der Blech- und Holzbläser und Bässe zu den anderen Instrumenten,  wobei er sagt, das in seinen Kompositionen jedes Instrument eine prägende Rolle zugewiesen bekommt. Beavers schafft so eine melodische und lebendige Musik, die verstehbar bleibt, auch wenn sie sich kunstvoller musikalischer Mittel bedient.
Nach Aufführung seines Werkes applaudierte der Komponist, begeistert von der Qualität der musikalischen Darbietung dem Dirigenten Ottersbach und dem     Orchester, das seinerseits dem Komponisten Kevin Beavers seine Anerkennung zollte. Vom Publikum im Saal gab es lang anhaltenden Beifall.
Ein Musikereignis das noch lange nachwirken wird.  DJH